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Harnwegsentzündungen, Blasenschwäche oder gar Harn- und Nierensteine sind nicht nur lästig und oft schmerzhaft, sondern den meisten Frauen und Männern dazu noch unangenehm. Doch diese Sorge ist völlig unbegründet, denn für Probleme mit den harnbildenden und harnableitenden Organen ist der Urologe Spezialist und verständnisvoller Ansprechpartner.

Ein weiteres Fachgebiet des Urologen stellt die Behandlung bei Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane, und hierbei besonders der Prostata, dar. Dazu führt der Urologe unter anderem auch die von den gesetzlichen Krankenkassen empfohlenen Krebsvorsorgeuntersuchungen für Männer durch. Des Weiteren können sich Männer bei Erektions- oder Potenzproblemen, Hormon- oder Fruchtbarkeitsstörungen und auch im Fall einer Beratung bezüglich einer gewünschten Sterilisation, vertrauensvoll an ihren Urologen wenden. Urologen, die sich ausschließlich auf die Behandlung von Männern spezialisiert haben, werden auch Andrologen genannt.

Für jeden Urologen steht ein breites Spektrum zur Diagnose und Behandlung des harnbildenden und harnableitenden Systems sowie der männlichen Geschlechtsorgane zur Verfügung. Die häufigsten Behandlungsschwerpunkte in der urologischen Praxis sind:

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Laboruntersuchung von Blut und Urin beim Urologen

Die bakteriologische Laboruntersuchung des Urins gibt, zum Beispiel, Aufschluss über eventuell vorhandene Entzündungszeichen hinsichtlich der Blase, der Harnwege, der Prostata oder in Bezug auf die mögliche Existenz von Harn- oder Nierensteinen. Das Blutbild kann dazu bei Verdacht auf eine Krebserkrankung erste Hinweise auf Tumormarker liefern. Hierzu steht dem Urologen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung bei Männern auch die Durchführung eines PSA-Tests zur individuellen Risikobewertung oder möglichen Früherkennung einer Prostatakrebserkrankung zur Verfügung. Dabei wird der Wert des prostataspezifischen Antigens im Blut bestimmt und zur Bewertung herangezogen. Des Weiteren kann das Blutbild auch noch Auskunft über den individuellen Hormonstatus des Patienten geben.

Tast- und Ultraschalluntersuchung: Die männlichen Hoden und die Prostata werden beim Urologen - meist im Rahmen der Vorsorge - am häufigsten einer Tastuntersuchung unterzogen, um Auffälligkeiten oder erste Erkrankungszeichen feststellen zu können. Als weitergehende Diagnosemöglichkeit liefert eine anschließende Ultraschalluntersuchung dazu noch präzisere Ergebnisse. Sie dient auch zur Überprüfung der Beschaffenheit und Struktur von Organen wie Niere, Blase oder Prostata.

Harnflussmessung (Uroflowmetrie): Eine Harnflussmessung führt der Urologe durch, wenn Behinderungen des Harnabflusses, zum Beispiel bei Verdacht auf eine Harnröhrenverengung oder bei Harninkontinenz, vorliegen. Für diese harmlose und schmerzfreie Untersuchung entleert der Patient seine Blase in einen Auffangbehälter. Dabei wird die Harnmenge pro Zeiteinheit gemessen. Das Ergebnis gibt Aufschluss, ob und in welchem Ausmaß der Harnabfluss eingeschränkt ist.

Röntgenuntersuchung: Bildgebende Diagnoseverfahren werden beim Urologen häufig bei Verdacht auf Harn- oder Nierensteinen eingesetzt, da diese eventuell vorhandene Fremdkörper in den harnableitenden Organen gut darstellen können. Röntgentechnische Darstellungen des harnableitenden Systems werden sowohl mit als auch ohne den Einsatz von Kontrastmitteln erstellt. Wenn die Verwendung eines Kontrastmittels in Frage kommt, wird der Patient zuvor auf eine Kontrastmittelallergie hin untersucht. Ansonsten sind die bildgebenden Diagnoseverfahren harmlos und schmerzfrei. Eventuelle Missempfindungen an der Einstichstelle zur Zuführung des Kontrastmittels könnten allerdings möglich sein.

Endoskopische Untersuchung: Hierbei handelt es sich am häufigsten um die Spiegelung der Harnblase (Zystoskopie) mithilfe einer dünnen Sonde, die mit einem lokal betäubenden Gleitgel in die Harnröhre eingeführt wird. Diese Untersuchung ist harmlos, meist völlig schmerzfrei und wird vom Urologen erst nach einem vorhergehenden, ausführlichen Patientengespräch durchgeführt. Für die endoskopische Untersuchung ist keinerlei besondere Vorbereitung durch den Patienten erforderlich und dauert nur wenige Minuten. Nach der Untersuchung ist es nur ratsam für den Rest des Tages noch viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Urologe - ambulante operative Behandlungen

Hierbei handelt es sich am häufigsten um endoskopische Eingriffe, wie zum Beispiel das Einsetzen eines Inkontinenzbandes im Fall einer vorliegenden Harninkontinenz. In der urologischen Praxis werden aber auch Steinzertrümmerungen oder chirurgische Eingriffe im Fall einer Harnröhrenverengung durchgeführt. Es gehören bei Männern auch Gewebeprobeentnahmen aus der Prostata (Stanze) bei Verdacht auf Prostatakrebs, Vorhautentfernungen bei Verengungen oder auch die Sterilisation (Vasektomie) zum Leistungsspektrum ambulanter Operationen in der urologischen Praxis. Eine entsprechende Nachsorge oder Nachbehandlung ambulant durchgeführter Operationen gehört ebenfalls zum Leistungsangebot eines jeden Urologen.

Zusätzliche Leistungen des Urologen

Neben weitergehenden Untersuchungs- und Behandlungsleistungen können Urologen auch spezielle Beratungen zur Ernährung im Fall von Steinleiden oder bezüglich Verhaltens- und Trainingsstrategien für die Beckenbodenmuskulatur bei Harninkontinenz anbieten.

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